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„Vorwerk Familienstudie 2008“: Die Kernthesen



Zum vierten Mal in Jahresfolge seit 2005 hat das Familienunternehmen Vorwerk die Situation in deutschen Familien durch das Institut für Demoskopie Allensbach untersuchen lassen. Für die „Vorwerk Familienstudie 2008“ wurden insgesamt 1.816 Personen ab 16 Jahre befragt. Dies sind die wesentlichen Ergebnisse.

Mehr Anerkennung von Familienarbeit: Anzeichen einer Trendwende?
Die Familienarbeit wird auch heute noch nicht so anerkannt, wie dies wünschenswert wäre. Jedoch: Nachdem in der ersten „Vorwerk Familienstudie“ (2005) 72 Prozent der Befragten die mangelnde Anerkennung von Familien- und Hausarbeit in Deutschland beklagten, teilen heute nur noch 62 Prozent diesen Eindruck. Beinahe ein Viertel der deutschen Bevölkerung findet, dass die Leistung für die Familie genügend anerkannt wird; 2005 hatten erst 15 Prozent diesen Eindruck. Aus Sicht der Demoskopen ist die wachsende Wahrnehmung dieses Themas ein Grund für diese Entwicklung.

Mehr Anerkennung! Aber wie?
Der einheitliche Wunsch nach mehr Anerkennung von Familienarbeit bedeutet nicht automatisch eine einheitliche Vorstellung, wie diese Anerkennung ausgedrückt werden soll. Neben dem Wunsch nach finanzieller Unterstützung wie zum Beispiel einer stärkeren Berücksichtigung der Familienarbeit bei der Rentenmessung (20 Prozent) oder einem „Hausfrauengehalt“ (9 Prozent) werden genauso immaterielle Forderungen genannt wie ein genereller Wandel der Einstellung (20 Prozent) und mehr Unterstützung durch die Väter (6 Prozent).

Junge Männer – alte Ansichten
Das Selbstbild der heutigen Mütter hat sich deutlich gewandelt. War die Nachkriegsgeneration vielfach noch von einer „Opfermentalität“ der Mütter geprägt, finden es heute mehr als zwei Drittel aller jungen Frauen (16 – 29 Jahre) ganz besonders wichtig, dass eine berufstätige Mutter nicht nur für die Familie da ist, sondern auch eigene Wünsche und Interessen durchsetzt. Gleichaltrige Männer bringen solchen Emanzipations- und Autonomieansprüchen verbreitet Argwohn entgegen: Nur jeder dritte junge Mann gesteht einer jungen Mutter solche Freiheiten zu. „Hierin könnte eine wesentliche Ursache für die Bindungsscheu und Kinderlosigkeit vieler in der jüngeren Generation liegen“, lautet das Fazit der Demoskopen.

Faule Männer im Haushalt – Große Gefahr für die Ehe!
Wenn sich Männer fortgesetzt um die Hausarbeit drücken, bedeutet dies unter Umständen eine große Gefahr für ihre Ehe. 33 Prozent der befragten Mütter, die angaben, dass die Familien- und Hausarbeit vorwiegend von ihnen alleine bewältigt wird, räumten ein, dass es deshalb bei ihnen schon zu ernsthaften Ehekrisen gekommen ist. Jede fünfte Frau hält es für aussichtslos, Männer zur Hausarbeit überreden zu können. Die Befragung ergab auch, dass die meisten Frauen kein Patentrezept haben, um die Beteiligung der Männer zu steigern. 13 Prozent schlagen vor, es mit Argumenten zu versuchen, 5 Prozent mit Liebe oder Lob.

Überlastung der Mütter – Lob der Männer hilft
57 Prozent der deutschen Mütter empfinden ihren Anteil an der Familienarbeit als „etwas belastend“, ein Viertel der Frauen sogar als „sehr belastend“. Auffallend ist, dass jedoch Frauen, die von ihrem Partner Anerkennung erhalten, ihre Arbeit nur zu 17 Prozent als sehr belastend empfinden.

Deutsche Väter: Nur 2 Stunden Zeit für ihre Kinder
Werktags verbringen deutsche Väter im Durchschnitt nur zwei Stunden pro Tag mit ihren Kindern. Ein Viertel aller Väter hat sogar noch weniger Zeit. Als Grund dafür wird der berufliche Einsatz angegeben. An Wochenenden steigt die Zeit der Väter für die Kinder deutlich auf 6 Stunden pro Tag. 50 Prozent der befragten Väter würde sich freuen, wenn sie mehr Zeit für die Kinder zur Verfügung hätten.

Eltern fordern finanzielle Hilfe
Um den Spagat zwischen Beruf und Familie besser bewältigen zu können, sind vor allem Staat, Wirtschaft und die Familienangehörigen gefordert. Eltern wünschen sich mehr finanzielle Hilfen vom Staat (54 Prozent), geringere berufliche Belastungen
(35 Prozent) und familienfreundlichere Arbeitszeiten (45 Prozent), aber auch ein stärkeres Engagement durch den Partner (21 Prozent) und die Kinder (43 Prozent).
Ganztagsbetreuung in der Schule (39 Prozent), betreute Freizeitangebote für Kinder am Nachmittag (38 Prozent) und flexiblere Verweil-Zeiten in Kinderbetreuungseinrichtungen (35 Prozent) würden aus Sicht der Eltern die Familienarbeit ebenfalls erleichtern.

Deutsche Familien kuscheln gern
Auf die Frage, was sie besonders gern mit ihren Kindern unternehmen, antwortet die große Mehrheit aller Mütter (92 Prozent) und Väter (71 Prozent): „In den Arm nehmen, Zuneigung zeigen“. Auch ausführlichere Gespräche mit den Kindern über ihre Interessen und Sorgen rangieren vergleichsweise hoch (Mütter: 51 Prozent, Väter: 39 Prozent). Väter bevorzugen gemeinsame Outdoor-Aktivitäten – Sport treiben, Radtouren und Ballspiele –, während Mütter lieber mit den Kindern kochen, backen, malen oder sich um die Haustiere kümmern. Am Ende der Beliebtheitsskala gemeinsamer Aktivitäten steht der Besuch von Theater und Konzerten (Mütter: 13 Prozent, Väter: 5 Prozent).

Die wichtigsten Künste der Mütter: Erziehungswissen und Umgang mit Geld
Das klassische Kompetenzprofil von modernen Familien-Managerinnen hat sich in den vergangenen Jahrzehnten grundlegend gewandelt. Auf die Frage, was eine erwerbstätige Mutter von zwei Kindern alles können soll, werden die Fähigkeiten „wissen, wie man Kinder richtig erzieht“ (73 Prozent) und „gut mit Geld umgehen können“ (72 Prozent) als „ganz besonders wichtig“ bewertet. Auch Durchsetzungsfähigkeit bei der Kindererziehung (61 Prozent) und Wissen über gesunde Ernährung (59 Prozent) rangieren vorne.
Die Antworten „an Festtagen selber eine Torte backen“ (12 Prozent), „Nähen, Kleider oder Hosen selbst ändern oder flicken“ (11 Prozent) dagegen stehen am Ende der Wichtigkeitsskala. Nur noch ein Viertel aller Befragten findet es sehr wichtig, dass Mütter auch gut kochen können. Ein ordentlicher Haushalt ist noch 42 Prozent sehr wichtig.

Die „Vorwerk Familienstudie 2008“ finden Sie im Pressebereich unter www.familien-managerin.de und www.vorwerk.de.



Über Vorwerk
Die Vorwerk & Co. KG ist ein im Jahre 1883 gegründetes Familienunternehmen. Sitz der Holding ist in Wuppertal (Deutschland), die Holding-Standorte der Geschäftsbereiche liegen in Wollerau/Schweiz (Geschäftsbereiche Kobold, Thermomix, Feelina), Westlake/USA (Geschäftsbereich JAFRA Cosmetics), Singapur (Geschäftsbereich Lux Asia Pacific), Hameln/Deutschland (Teppichwerke) und Wuppertal (Geschäftsbereiche akf Bankengruppe, HECTAS Gebäudedienste, Engineering).

An der Spitze der Unternehmensgruppe steht der persönlich haftende Gesellschafter Peter Oberegger, weitere Mitglieder der Unternehmensleitung sind Wolfgang Bahlmann, Walter Muyres, Eberhard Pothmann und Jochen Sarrazin. Das Kerngeschäft von Vorwerk ist der weltweite Direktvertrieb hochwertiger Produkte. Weltweit sind rund 566.000 Menschen für Vorwerk tätig, davon 28.000 als Fachberater im Bereich Haushaltsgeräte und rund 515.000 bei JAFRA Cosmetics. Vorwerk erwirtschaftet ein Geschäftsvolumen von 2,32 Milliarden Euro (2007) und ist in 61 Ländern aktiv.

Pressekontakt:

Jürgen Hardt
Vorwerk & Co. KG
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