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Rückenleiden sind in Deutschland eine weit verbreitete Volkskrankheit. Nicht nur ältere Menschen, sondern zunehmend auch jüngere klagen über anhaltende Rückenschmerzen. Typische Merkmale unserer modernen Lebensform wie langes Sitzen am Arbeitsplatz und zu wenig Bewegung verhindern den Aufbau von Muskulatur und es treten vermehrt Schmerzen im Rücken auf. Rückenleiden sind bei Männern heute die Ursache Nummer eins für den vorzeitigen Start in die Rente. Bei Frauen sind sie der zweithäufigste Grund für die Frührente.1

Auch bei der Hausarbeit wird oft eine ungesunde Haltung eingenommen. Häufiges Bücken und falsches Tragen tun dem Rücken nicht gut. Sie belasten die Gelenke und vor allem die Bandscheiben, die sich als Stoßdämpfer zwischen den einzelnen Wirbeln der Wirbelsäule befinden. Um den Rücken bei der täglichen Hausarbeit zu entlasten, kann man ohne viel Aufwand einiges tun. Man braucht nur etwas Geduld, um die seit Jahren gewohnten falschen Körperhaltungen aufzugeben und konsequent auf eine rückenschonende Körperhaltung zu achten
Staubsaugen
Eine häufig zu beobachtende Fehlhaltung ist der gebeugte, runde Rücken beim Staubsaugen. Hier gilt es, besonders zu beachten: Voraussetzung für eine aufrechte Haltung ist die richtige EinstelÂlung der Staubsauger-Stiellänge. Bei einem mit Teleskopstiel ausÂgeÂstatteten Gerät kann der Stiel der jeweiligen Körperlänge optimal anÂgepasst werden. So ist eine aufÂrechte, gesunde Haltung der WirÂbelÂsäule sichergestellt. BesonÂders stark wird der Rücken beim SauÂgen unter Betten, Schränken und anÂderen Möbeln beanÂsprucht. Um auch wirklich in die äußerste Ecke zu gelangen, wird der Rücken häufig extrem gekrümmt. Entlastung für die Wirbelsäule erzielt diese ArbeitsÂhaltung:mit geradem Rücken aus einer leichten SchrittÂstellung heraus in die Hocke gehen und mit einem Knie leicht am Boden abstützen. Mit langem oder leicht angeÂwinkeltem Arm den Staubsauger langsam vor und zurück bewegen.
Wäsche aufhängen
Eine große - rückenschonende - Wirkung kann man oft auch mit kleinen ?Tricks? erzielen. So lassen sich beispielsweise beim WäscheÂaufhängen unnötiges Bücken und eine ungesunde, anÂstrengende Hohlkreuzhaltung ganz leicht vermeiden: einfach den Wäschekorb etwas höher stellen (z. B. auf einen Hocker oder Stuhl). Damit die Lendenwirbelsäule entlastet wird, die WäscheÂleine so anbringen, dass beim Hochgreifen die Schultern nicht gehoben werden müssen.
Heben von Lasten
Einer besonderen Belastung ist der Rücken beim Heben und Tragen von schweren Gegenständen, wie z. B. Getränkekisten, ausÂgesetzt. Hier ist die Hebelwirkung bei einem falschen BeweÂgungsablauf besonders stark. Enorme Kräfte von mehreren hundert Kilogramm können auf die unteren LendenÂbandÂscheiÂben drücken. Je weniger der Oberkörper vorgebeugt wird und je enger die Kiste am Körper gehoben und gehalten wird, desto gerinÂger ist die Belastung für den Rücken. Darum: in leichter GrätschÂstellung eng an die Kiste stellen und mit geradem Oberkörper die Beine so weit beugen, dass die Last mit beiden Händen gegriffen werden kann. Dann langsam die Beine strecken und dabei die Kiste eng am Körper heben.
Bügeln
Auch das oft zeitaufwendige Bügeln lässt sich für den Rücken durchaus angenehmer gestalten: die Höhe des Bügelbretts ca. 10 bis 15 cm unter der Ellenbogenhöhe einstellen und ab und zu das Standbein wechseln. Die Bügelwäsche sollte grundsätzlich in rückenfreundlicher Höhe auf einem Stuhl neben dem Bügelbrett abgelegt werden. Das vermeidet unnötiges Bücken.
1 Daten des Gesundheitswesens 1999, Band 122, Schriftenreihe des Bundesministeriums für Gesundheit
Die richtige Haltung bei der Hausarbeit
Rückenleiden sind in Deutschland eine weit verbreitete Volkskrankheit. Nicht nur ältere Menschen, sondern zunehmend auch jüngere klagen über anhaltende Rückenschmerzen. Typische Merkmale unserer modernen Lebensform wie langes Sitzen am Arbeitsplatz und zu wenig Bewegung verhindern den Aufbau von Muskulatur und es treten vermehrt Schmerzen im Rücken auf. Rückenleiden sind bei Männern heute die Ursache Nummer eins für den vorzeitigen Start in die Rente. Bei Frauen sind sie der zweithäufigste Grund für die Frührente.1

Auch bei der Hausarbeit wird oft eine ungesunde Haltung eingenommen. Häufiges Bücken und falsches Tragen tun dem Rücken nicht gut. Sie belasten die Gelenke und vor allem die Bandscheiben, die sich als Stoßdämpfer zwischen den einzelnen Wirbeln der Wirbelsäule befinden. Um den Rücken bei der täglichen Hausarbeit zu entlasten, kann man ohne viel Aufwand einiges tun. Man braucht nur etwas Geduld, um die seit Jahren gewohnten falschen Körperhaltungen aufzugeben und konsequent auf eine rückenschonende Körperhaltung zu achten
Staubsaugen
Eine häufig zu beobachtende Fehlhaltung ist der gebeugte, runde Rücken beim Staubsaugen. Hier gilt es, besonders zu beachten: Voraussetzung für eine aufrechte Haltung ist die richtige EinstelÂlung der Staubsauger-Stiellänge. Bei einem mit Teleskopstiel ausÂgeÂstatteten Gerät kann der Stiel der jeweiligen Körperlänge optimal anÂgepasst werden. So ist eine aufÂrechte, gesunde Haltung der WirÂbelÂsäule sichergestellt. BesonÂders stark wird der Rücken beim SauÂgen unter Betten, Schränken und anÂderen Möbeln beanÂsprucht. Um auch wirklich in die äußerste Ecke zu gelangen, wird der Rücken häufig extrem gekrümmt. Entlastung für die Wirbelsäule erzielt diese ArbeitsÂhaltung:mit geradem Rücken aus einer leichten SchrittÂstellung heraus in die Hocke gehen und mit einem Knie leicht am Boden abstützen. Mit langem oder leicht angeÂwinkeltem Arm den Staubsauger langsam vor und zurück bewegen.
Wäsche aufhängen
Eine große - rückenschonende - Wirkung kann man oft auch mit kleinen ?Tricks? erzielen. So lassen sich beispielsweise beim WäscheÂaufhängen unnötiges Bücken und eine ungesunde, anÂstrengende Hohlkreuzhaltung ganz leicht vermeiden: einfach den Wäschekorb etwas höher stellen (z. B. auf einen Hocker oder Stuhl). Damit die Lendenwirbelsäule entlastet wird, die WäscheÂleine so anbringen, dass beim Hochgreifen die Schultern nicht gehoben werden müssen.
Heben von Lasten
Einer besonderen Belastung ist der Rücken beim Heben und Tragen von schweren Gegenständen, wie z. B. Getränkekisten, ausÂgesetzt. Hier ist die Hebelwirkung bei einem falschen BeweÂgungsablauf besonders stark. Enorme Kräfte von mehreren hundert Kilogramm können auf die unteren LendenÂbandÂscheiÂben drücken. Je weniger der Oberkörper vorgebeugt wird und je enger die Kiste am Körper gehoben und gehalten wird, desto gerinÂger ist die Belastung für den Rücken. Darum: in leichter GrätschÂstellung eng an die Kiste stellen und mit geradem Oberkörper die Beine so weit beugen, dass die Last mit beiden Händen gegriffen werden kann. Dann langsam die Beine strecken und dabei die Kiste eng am Körper heben.
Bügeln
Auch das oft zeitaufwendige Bügeln lässt sich für den Rücken durchaus angenehmer gestalten: die Höhe des Bügelbretts ca. 10 bis 15 cm unter der Ellenbogenhöhe einstellen und ab und zu das Standbein wechseln. Die Bügelwäsche sollte grundsätzlich in rückenfreundlicher Höhe auf einem Stuhl neben dem Bügelbrett abgelegt werden. Das vermeidet unnötiges Bücken.
1 Daten des Gesundheitswesens 1999, Band 122, Schriftenreihe des Bundesministeriums für Gesundheit


